Ludwig Graf Yorck von Wartenburg / Freiheit für Preussen

Dunkle Zeiten standen dem Königreich Preussen nach der Niederlage 1806 bei Jena und Auerstedt bevor, bei welcher unser Regiment tapfer gekämpft und doch verloren hat. Eine veraltete, noch nach Vorbild Friedrichs des Grossen aufgestellte preussische Armee, wurde durch die zu dieser Zeit modernste und schlagkräftigste der Welt besiegt. Aus den Scherben formte man ein modernes und gut organisiertes Heer. Die preussische Heeresreform, welche stark geprägt wurde durch unseren Regimentsinhaber Ernst von Rüchel, führte auch neue Uniformen und Führungsstrukturen ein.
Nach der verheerenden Niederlage Napoleons beim Russlandfeldzug, für welchen Preussen Truppen stellen musste, zogen sich die letzten übriggeblieben Truppen durch Preussen zurück. So ergriff Ludwig Yorck von Wartenburg die Initiative und schloss am 30. Dezember 1812 einen Waffenstillstand mit den russischen Truppen, ohne Absprache mit König Friedrich Wilhelm III, was einem Hochverrat gleichkam. In Ostpreussen bereitete man sich darauf zum Volksaufstand gegen Frankreich vor. Eine Landwehr wurde aufgestellt. Zögerlich begann sich nun auch der König von den Franzosen zu lösen und so traf die Spitze der preussischen Regierung am 25.Januar 1813 in Breslau weitere Vorkehrungen zur Rüstung für den bevorstehenden Krieg. Am 26.Februar 1813 schlossen Preussen und Russland eine Koalition gegen Napoleon, verbunden mit der Aufforderung an Grossbritannien und Österreich zum Beitritt, in welchem auch vereinbart wurde Preussen in vollem umfang wiederherzustellen. Wir gedenken Ludwig Graf Yorck von Wartenburg, welcher ohne Rücksicht auf sein eigen Leib und Leben handelte und den Weg zu einem freien Preussen ebnete.

 

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